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05.08.2022

Besuch aus Korsika

L´ARIA und LATIBUL
Deutsch-Französischer Jugendaustausch

Vom 16. – 26. Juli 2022 waren zwölf Jugendliche und zwei Betreuer*innen des L`Aria Theaters in Pioggiola (Korsika) zu Besuch in der Zirkuspädagogischen Einrichtung des LATIBUL. Dies war bereits die Rückbegegnung des vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) geförderten internationalen Austausches beider Einrichtungen.

Holle Kirck vom Wibbelstetz Ensemble ist 15 Jahre alt und war eine der hiesigen Teilnehmer*innen. Sie berichtet am Tag der Verabschiedung.

Wie fühlst Du Dich nach elf gemeinsamen Tagen?

Müde, kaputt, aber auch gut, weil es sehr viel Spaß gemacht hat! Heute Morgen sind zum Abschied auch ein paar Tränen geflossen. Die Jugendlichen von hier haben ja durchgängig mit auf dem Zirkusgelände übernachtet, so haben wir viel Zeit miteinander verbracht und sind nochmal näher zusammengerückt.

Die korsischen Teilnehmenden sprachen Französisch. War das eine große Hürde?

Die meisten Teilnehmenden des LATIBUL sprachen kein Französisch, die Kors*innen nur wenig Englisch. Deshalb hatten wir zwei Dolmetscher*innen dabei, sodass alle Ansagen immer zweimal gemacht wurden. Wir haben uns aber auch selbst geholfen, indem wir für das Training wichtige Begriffe gesammelt und in der jeweils anderen Sprache gelernt haben, z.B. für bestimmte Körperteile, Requisiten, aber auch für Fragestellungen wie „Kann ich Dir helfen?“ oder Stimmungen wie „Ich habe gerade keine Lust.“ Unsere abendlichen Karten- oder Gesellschaftsspielerunden haben aber immer toll funktioniert. Da war häufig nicht mehr viel Sprache nötig, um dennoch eine gute Zeit zu haben.

Wie habt Ihr die Tage miteinander gestaltet?

Wir hatten einen festen Tagesablauf mit zwei Trainingseinheiten pro Tag, in denen wir gemeinsam Aufwärmspiele gemacht, von Trainern angeleitet geübt und kleine Nummern erarbeitet haben. Wir haben uns Übergänge ausgedacht und an der Licht- und Musikgestaltung gearbeitet und haben so komplett selbständig eine Show auf die Beine gestellt. Diese wurde am Sonntagnachmittag einem kleinen Publikum präsentiert. Es gab zwischendurch aber auch freie Zeiten. Außerdem haben wir einen Nachmittag alle gemeinsam am See verbracht, das war sehr schön!

Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten habt Ihr entdeckt?

Wir haben unterschiedliche Techniken zum Aufwärmen, Einsatz von Requisiten und Rituale vor der Show ausgetauscht. Unterm Strich waren viele Dinge aber auch sehr ähnlich ich habe den Eindruck, dass insbesondere die Welt des Zirkus, die Menschen verschiedenster Herkunft schnell miteinander vereint und zusammenarbeiten lässt.

Was nimmst Du persönlich mit?

Dass es gar nicht so schwer ist, mit fremden Menschen, die zudem noch eine andere Sprache sprechen, in Kontakt zu kommen und wie schnell daraus ein Zusammenhalt entstehen kann. Und – Muskelkater!

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