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Weil wir helfen wollen

Erik Werner ist Referent für Inklusion in Elternzeitvertretung, langjähriger Trainer im LATIBUL und tritt als Clown, Artist und Musiker auf. Katrin Schmitz fragte ihn zur Benefiz Varieté am 14. April 2022.

Viele Menschen überlegen in diesen Tagen, wie sie die unter dem brutalen Krieg leidenden Ukrainer*innen unterstützen und ihre Solidarität bekunden können. Wir im LATIBUL auch. Neben Sachspenden scheinen uns finanzielle Hilfen am effektivsten zu sein.

Wer sind die Initiatoren Eures "Benefiz Varietés" und wie habt Ihr Euch zu dieser Aktion zusammengefunden?

Wir haben uns im LATIBUL-Team von Anfang an Gedanken gemacht, wie wir wirklich helfen können. So fügte es sich super, als das Akrobat*innen-Duo “Kira & Anders” mit der Idee einer Benefiz Varieté auf uns zukam. Die beiden haben dann Künstler*innen aus dem Umfeld des LATIBUL angesprochen und da diese schon länger gemeinsam auftreten wollten, haben wir uns zu diesem Benefiz Varieté zusammengefunden: Die Künstler*innen verzichten auf Gage, das LATIBUL auf Mietkosten. Außerdem unterstützen weitere LATIBUL Mitarbeitende ehrenamtlich bei der Organisation, bei der Technik und beim Aufbau.

Für Eure exklusive Vorstellung ist kein Eintritt fällig, Ihr ruft stattdessen zu Spenden zugunsten des Deutsch-Ukrainischer Vereins, dem "Blau-Gelben Kreuz" auf. Wie seid Ihr auf diesen Verein gekommen?

Der Verein "Blau-Gelbes Kreuz" wurde von den auftretenden Künstler*innen vorgeschlagen. Die Arbeit des Vereins wurde mit dem traurigen Beginn des Krieges vermehrt in den Medien und Social-Media Kanälen sichtbar. Er unterstützt jedoch schon seit 2014 die Menschen, die in der Ukraine von Notsituationen und kriegerischen Handlungen betroffen sind.

Mit welchen Vorstellungen überrascht Ihr die Besucher*innen an diesem spontanen "Abend aus Artistik und Theater"?

Überraschend wird der Abend auf jeden Fall! Sowohl im Hinblick auf die  Zusammenstellung wie auch im Hinblick auf die einzelnen Darbietungen. Es wird zwei akrobatische Premieren geben: von  “Kira & Anders” und vom “The four person trio”. Außerdem beschäftigt sich mein Stück,  “Das Taubenlied”, aus clownesker Perspektive mit dem Motiv der Friedenstaube. Zudem zeigt das “Fliegwerk” Kontaktjonglage und der ukrainische Künstler “Sergiy Mishchurenko” einen Flyingpole Act. 


Welchen Beitrag leistet das LATIBUL als Einrichtung der Jugendhilfe noch in der derzeitigen Flüchtlingssituation?

Das LATIBUL kooperiert seit vielen Jahren mit der “Geflüchtetenunterkunft Boltensternstraße”. Wir haben nun vor kurzem ein Zirkusangebot für diese Einrichtung mehrfach in der Woche geschaffen, um die vielen Kinder, die dort aus der Ukraine mit ihren Familien ankommen, spielerische Angebote zu machen. Wir laden außerdem die Kinder ein, unsere Kurse und Ferienprojekte kostenfrei aufzusuchen. Dafür haben wir auf die Schnelle mehr Trainer*innen engagiert und zusätzliche Plätze geschaffen.

Vielen Dank Erik, ich freue mich mit Euch auf zahlreiche Gäste, viele Spenden und auf gelungene Premieren!